Dr. Kajsa Igelström

Ich forsche, weil ich unersättlich nach Wissen hungere, und ich einfach nicht aufhören kann.

Vor Kurzem, nach einem Jahrzehnt mit isolierten, tief gehenden Versuchen, bin ich zu einem öffentlichkeitsnahen Ansatz übergangen und ein aktives Mitglied der Autismusgemeinde geworden. Eine Kombination aus intensivem Fokus und produktiven Interaktionen ebnet nun den Weg nach vorn.

Als Studentin in Neuseeland habe ich Experimente auf einem zellulären Level durchgeführt, um die Hirnaktivität während des Lernens, während Krämpfen und während der Behandlung mit Antidepressiva zu untersuchen. Nach einem Wechsel in die schnelle Welt der Princeton Universität begann ich, im Labor von Prof. Michael Graziano am Princeton Neuroscience Institut, mit Magnetresonanztomografie zu arbeiten, um das gesamte Gehirn in Aktion zu sehen.

Ich verbrachte einige Jahre damit, mich auf einen faszinierenden Bereich der Hirnrinde zu konzentrieren, direkt über unseren Ohren: die unteren parietalen und temporoparietalen Regionen. Diese Regionen sind, aufgrund ihrer Beteiligung an komplexen Funktionen, besonders schwer zu charakterisieren.

Bei autistischen Menschen scheinen sie etwas anders zu arbeiten, daher war das nächste Experiment natürlich, die Funktionen bei Autismus zu untersuchen.

Zur Zeit konzentriere ich mich zunehmend auf Autismus und andere neurologische Entwicklungsunterschiede (z.B. ADHS) und schaue mir, als Postdoc bei Prof. Graziano, Geschlechtsunterschiede im Gehirn von Autisten an. Meine unabhängige Online-Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf Autismus bei erwachsenen Frauen und Transgenderindividuen.

2018 werde ich meine unabhängige Forschung an der Universität Linköping in Schweden aufnehmen, um noch tiefer in die Geheimnisse von Autismus / ADHS und in die Erfahrungen spezieller und außergewöhnlicher Kinder und Erwachsener einzudringen.