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Joost Wiskerke

Joost begann seine Karriere in den Neurowissenschaften als Student im Jahr 2004. Durch eine Reihe von Praktika an der VU Universität und dem VU Medical Center in Amsterdam (Niederlande) sowie der University of Western Ontario in London (Kanada) lernte er viel über die Belohnungssysteme des Gehirns und wie sie durch Drogenmissbrauch "getäuscht" werden können, wenn eine Person süchtig wird.

Seit seinem Master of Science in Neurowissenschaften haben sich Joosts Forschungsinteressen auf verschiedene kognitive Funktionen verlagert. Für seine Doktorarbeit in Amsterdam untersuchte er neurale Mechanismen, die der Impulskontrolle und Aufmerksamkeit dienen. Während seiner Postdoktorandenprojekte an der Princeton University und der Rutgers University in den USA lag der Schwerpunkt auf dem Kurzzeitgedächtnis und der Entscheidungsfindung.

Joost erhielt kürzlich ein zweijähriges Stipendium von der Universität Linköping (Schweden), um die Rolle von Entzündungen bei Depressionen zu untersuchen. Dieses aufregende neue Forschungsprojekt wird hoffentlich ein Sprungbrett für die Gründung einer eigenen Forschungsgruppe sein, in der untersucht werden soll, wie das Gehirn Verhalten und Kognition höherer Ordnung steuert und wie diese Prozesse gestört werden, wenn Menschen an psychischen Störungen oder neurologischen Erkrankungen leiden .

Joost ist ein wichtiger Mitarbeiter von Extraordinary Brains seit der Entstehung des Projektes Anfang 2017. Seine Affinität zu diesem Projekt stammt zum Teil von dem Erleben neurologischer Entwicklungskonditionen in seiner Familie. Joosts persönliche Erfahrungen haben seine Überzeugung bestärkt, dass neurologische Entwicklungsbedingungen sowohl Stärken als auch Schwächen haben. Mit Extraordinary Brains möchte Joost aktiv dazu beitragen, Akzeptanz und Verständnis zu schaffen, was letztlich zur Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen beiträgen wird. Dies kann dazu führen, dass die Vorteile der Neurodiversität in der Gesellschaft genutzen und gleichzeitig die Belastung für Menschen mit neurologischen Entwicklungsstörungen minimiert werden können.

Wenn er nicht arbeitet, verbringt Joost seine Zeit gerne im Freien (Laufen, Wandern, Rad- und Kajakfahren), macht Yoga und trifft sich mit Familie und Freunden zu einem gemütlichen Abend mit Film oder Brettspiel.

Lesen Sie mehr über Joosts wissenschaftliche Karriere auf LinkedIn.